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Landrat Florian Töpper besuchte Hofmetzgerei Schmitt

BURGHAUSEN. Sie gehört zu den Vorzeige-Metzgereien im Landkreis Schweinfurt: Die Hofmetzgerei Schmitt in Burghausen. Landrat Florian Töpper besuchte zusammen mit einer hochkarätigen Delegation aus Vertretern der Kommunalpolitik, der Wirtschaftsförderung des Landratsamtes, der Agentur für Arbeit, dem Amt für Landwirtschaft, dem Fleischerverband, der Handwerkskammer und dem Bauernverband die Hofmetzgerei Schmitt, zu der eine eigene Schweinemast und eine 300 Hektar große Landwirtschaft gehören.

Einmal im Quartal organisiert die Wirtschaftsförderung des Landkreises Schweinfurt einen Unternehmensbesuch des Landrats. „Der regelmäßige Austausch mit den Unternehmen in unserem Landkreis ist uns sehr wichtig. Das gilt für die großen Betriebe, die weltweit agieren, genauso wie die kleinen mittelständischen Betriebe, die ebenfalls eine wichtige Stütze des Landkreises sind“, sagte Landrat Florian Töpper bei der Begrüßung.

Sebastian Schmitt, Metzgermeister und Inhaber des Unternehmens, zeigte in einer Powerpoint-Präsentation die straff durchorganisierten Arbeitsabläufe in seiner Metzgerei auf. „Wir sind ein Familienbetrieb und können deshalb flexibel – und bei Bedarf auch spontan - auf Kundenwünsche reagieren“, sagte Sebastian Schmitt.

Der dynamische junge Mann schloss seine Gesellenprüfung im Fleischerhandwerk mit der Bestnote ab und absolvierte im Alter von 21 Jahren als jüngster Metzgermeister Bayerns erfolgreich seine Meisterprüfung. Er begann eine zweite Ausbildung zum Landwirt und krönte diese mit der Prüfung zum Betriebswirt. Im Betrieb arbeiten neben Sebastian und seiner  Ehefrau Martina (sie leitet den Fleischereifachverkauf) ein weiterer Metzgermeister und zwei Metzgergesellen. 9 Fleischereifachverkäuferinnen komplettieren das Team.

Der Metzgereibetrieb hat neben seinem Firmenhauptsitz in Burghausen eine weitere Filiale in Schwemmelsbach und einen großen Verkauf in unmittelbarer Nähe des Lidl - Einkaufsmarkt in Kürnach. Insgesamt werden 50 verschiedene Wurst- und Schinkensorten im eigenen Metzgereibetrieb hergestellt. Die in der Hofmetzgerei verarbeiteten Schweine stammen aus der eigenen Erzeugung. Damit wird garantiert, dass der Metzgerei hochwertiges Fleisch von gesunden Tieren zur Verfügung steht.

„Wir liefern unsere Tiere bereits zwei Tage vor der Schlachtung an“, sagte Sebastian Schmitt. „Damit kommen die Schweine wieder zur Ruhe und können stressfrei geschlachtet werden, was sich positiv auf die Fleischqualität und den Geschmack auswirkt.“

In der Metzgerei wird mit hohen EU-Hygienestandards gearbeitet. Davon konnte sich das Besucherteam selbst überzeugen.  Beim Rundgang durch den Betrieb mussten sich alle Teilnehmer mit Hygieneschutzkleidung ausrüsten und die Desinfektionsschleuße durchlaufen.

„Eine gute Metzgerei zeichnet sich durch einen angenehmen frischen Fleischgeruch im Kühlraum aus“, sagte der Leiter des Veterinäramtes Dr. Wiethe und bestätigte: „In dieser Metzgerei riecht es immer frisch“. Zwölf bis vierzehn Schweine werden pro Woche in der Metzgerei verarbeitet. Landrat Florian Töpper zeigte sich begeistert von der hohen Professionalität in der maschinentechnischen Ausrüstung. Alle Arbeitsgeräte sind in hochmoderner Ausführung. Besonders beeindruckte den Landrat die Multifunktions-Kombination der Räucher- und Kesselanlage, die eine effektive Arbeitsweise ermöglicht.

Stolz ist Sebastian Schmitt darauf, dass er vom Veterinäramt die extra Genehmigung für die Verarbeitung von Warmfleisch erwirken konnte. „Blut- und Leberwurst sind Kochwaren und schmecken bei der Verarbeitung mit Warmfleisch sehr viel besser“, sagte der Metzgermeister. Das Catering habe seit 2009 intensiv zugenommen.

Frank Deubner von der Wirtschaftsförderung im Landkreis Schweinfurt und Gabriele Frühwald, Abteilungsleiterin Zentrales im Landratsamt Schweinfurt zeigten sich überwältigt von dem großen Maschinenpark, der dem Landwirtschaftsbetrieb zur Verfügung steht. Hier hat Landwirtschaftstechniker Sebastian Kömm die Leitung. Er ist zuständig für die Feldbewirtschaftung, die nach den Biolandrichtlinien erfolgt. Erzeugt werden u.a. Ackerbohnen, Erbsen sowie verschiedene Getreidearten, welche über Biomühlen weitervermarktet werden. Die Schweinemast für die Hofmetzgerei wird auf konventioneller Ebene betrieben.

Nach der Betriebsbesichtigung schloss sich eine Diskussionsrunde an, bei der das Thema „Fachkräftemangel im Handwerk“ beklagt wurde. Die Frage, inwieweit Menschen mit Migrationshintergrund eingesetzt werden könnten, wurde von Hr. Seit, Leiter der Agentur für Arbeit Schweinfurt, langfristig als denkbar anvisiert. „Wir müssen den Menschen Zeit geben, um anzukommen, die Sprache zu erlernen, sich schulische Basiskenntnisse anzueignen und sich mit der Kultur und disziplinierten Mentalität vertraut zu machen“, sagte der Fachmann. „Erst dann könne mit beruflicher Qualifikation begonnen werden, die sich dann sicherlich auf den Fachkräftemangel positiv auswirken wird“.

Ein Votum in der Diskussionsrunde richtete sich an die Schulen, die bereits im Unterricht damit beginnen sollten, dem Handwerk wieder einen höheren sozialen Status zu vermitteln. Die Zahl der Studienabbrecher würde immer mehr zunehmen; hier könne das Handwerk gute Alternativen bieten.

Zur Verstärkung im Betrieb wird eine freie Stelle für Fleischereigesellen und Fachverkäuferinnen angeboten.

„Wir haben zur Zeit ein großes Angebot an Arbeitsplätzen“, stellte das Beratungsteam fest. Der hohe Verdienst, der in der Industrie gezahlt werde, könne vom Handwerk nicht aufgebracht werden, so dass mehr und mehr auf Saisonarbeiter aus dem Ausland zurückgegriffen werden müsse. Auch hierfür würde es neue Finanzierungsmöglichkeiten geben, sagte der Chef der Agentur für Arbeit.

Landrat Florian Töpper bedankte sich bei Familie Schmitt für den beeindruckenden Ortstermin und meinte: „Wir sind stolz, dass wir solche Vorzeigebetriebe, wie den Ihren, in unserem Landkreis haben“.

Eine Besucherdelegation, die mit 25 Fachleuten aus Verwaltung und Handwerk besetzt und von Landrat Florian Töpper an der Spitze angeführt war, besichtigte die Hofmetzgerei Schmitt in Burghausen. Einmal im Quartal unternimmt die Wirtschaftsförderung des Landkreises Schweinfurt einen Unternehmensbesuch.

Eingehüllt in Hygieneanzüge besichtigte Landrat Florian Töpper die Verarbeitungsräume in der Hofmetzgerei Schmitt. Begeistert zeigte sich die Delegation von der hochwertigen Räucher- und Kessel- Multifunktionsanlage, die ein effektives und organisiertes Arbeiten möglich macht.

Beeindruckt waren die Delegationsmitglieder von der Fuhrparkgröße der Landwirtschaftlichen Maschinen. Neben der Schweinemast werden 300 Hektar biologisch bewirtschaftete Ackerfläche vom Familienunternehmen bearbeitet.

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